kako obvešèamo nemško javnost | Die slowenischen Opfer des Nazismus
 

  DIE SLOWENISCHEN OPFER DES NAZISMUS 1941-1945 INFORMIEREN

Ausstellungen und Symposien über das Leiden des slowenischen Volkes (Wernigerode, Nürnberg, Köln).
Mit solchen Veranstaltungen wollen wir die deutsche Öffentlichkeit, Politiker und Behörden auf die Art und Weise, wie die Nazisten mit dem slowenischen Volk in der Besatzungszeit umgegangen sind, aufmerksam machen. Das ist notwendig, weil sich die deutschen Behörden sehr arrogant, bemütigend und lügnerisch uns gegenüber verhalten, wenn es um Entschädigungen für das entzogene Vermögen und das Leiden geht.

Es ist allgemein bekannt, dass die Nazisten das SLOWENISCHE VOLK ZUR VERNICHTUNG VERURTEILT haben. Den umständen ist es zu verdanken, dass das jugoslawische Volk sehr schnell eine Wiederstandsbewegung organisiert hat und sich die Dinge dadurch änderten.
Schon wenige Tage nach dem Einmarsch begann man mit der Vernichtung, in Form von Festnahmen, Hinrichtungen, Vertreibungen, KZ Lagern usw. Man brachte 22.000 Personen in KZ Lager, davon überleten 6.500 diese Tragödie nicht. Weil man versuchte das Land Deutsch zu machen, mussten das slowenische Volk entfernt werden. Weil die ganze Bevölkerung aber nicht liquidiert werden konnte (nur die Intelligenzschicht und für das Regime gefährliche Personen), entschied man sich die Mehrheit zu vertreiben und zwar weit weg von der Heimat, so dass eine Rückkehr sehr schwierig werden würde.

Zuerst wollte man 120.000 Personen vertreiben, dann 220.000 und letztlich wurden es 260.000 (man dachte auch über die Zahl 300.000 nach). Zuerst wurden die Menschen in den süden des Balkans gebracht (südlicher Teil von Serbien, Römanien und Bolgarien). Dieser Plan ging aber nicht auf und man konnte nur 18.000 Personen in den Süden Serbiens vertreiben. Als die Partisanen die Verkehrswege durchschlugen, wurden die Transporte gestoppt. Am 20. Oktober 1941 hat man die Transporte nach Deutschland umgeleitet, wo man im Jahr 1942 ungefähr 45.000 Menschen in 326 s.g. VOLKSDEUTSCHER MITTELSTELLE Lager (VOMI) unterbrachte. Um Festnahmen und Vertreibungen zu entkommen, flohen ungefähr 10.000 Menschen. Zusammen litten auf die eine oder andere Art und Weise 180.000 Slowenen.

Jeder der sein Heim verlassen mussten, verlor alles. Als man nach 4 Jahren zurückkam, hatte man nichts, nicht einmal einen Strohhaufen, wo man sich hinlegen könnte. Nach dem Krieg brachen schwere Zeiten an, vor allem für die Rückkehrer, weil sie sehr verängstigt waren. In dieser Zeit hat jeder nur auf sich geschaut, auch die Behörden und man ließ uns wieder außen vor.
Zum Glück übernahmen die klerikalen und Kapitalisten nicht wieder die Macht, weil es in diesem Fall noch schlimmer gekommen wäre.

Heutzutage ist es schwer vorstellbar, vor allem für die deutsche Regierung, wie man aus nichts etwas aufbaut um zu überleben, was wir aber machen mussten. Die Ehrlichkeit des deutschen Volkes zeigte sich auf der Ausstellung in Nürnberg, als sich ein deutscher Staatsbürger für das Verhalten seines Vater, der als Soldat der Wehrmacht in Slowenien stationiert war, entschuldigte.

Als wir jetzt forderten (vorher war das nicht möglich), dass uns die Täter bzw. ihre Nachvolger eine Entschädigung für das Durchlittene zahlen, stoßen wir auf Arroganz und sogar Immunität.

Wir haben unsere Forderungen untermauert. In negativen Antworten findet man nur Lügen und Arroganz, was uns sehr weh tut. Es bleibt uns nur der Kampf bis zum letzten.

Am Ende möchten wir uns bei den Veranstaltern für eine gute Zusammenarbeit bedanken und hoffen in Zufunkt weiter mit ihnen zusammenarbeiten zu können.

Verfasst von: Tone Kristan
Kranj, Juni 2009