Schilerinnen aus "Emilie Wüstenfeld Gyumnasium" zum Vortrag im Museum Neuengamme - Hamburg.


Ein Blick auf Aufstelung im Schule.


kako obvešèamo nemško javnost | Ausstellungseröffnung in Hamburg 20. 11. 2009  

  AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IN HAMBURG 20. 11. 2009

Vom 19. bis 20.11.09 wurde in Hamburg ein Symposium und eine Ausstellung zum Thema "NATIONALSOZIALISTISCHE GERMANISIRUNGS POLITIK IN SLOWENINEN" gehalten.

Das Programm der Veranstaltung sah wie folgt aus:
Am ersten Tag, den 19.11.2009, wurde im berühmten KZ Neuengamme ein Symposium gehalten. Unter den Mitwirkenden waren: Die Begrüßungsrede wurde von Oliver von Wrochem gehalten. Im Namen unserer Vereinigung hielt Franc Rovan die Begrüßungsrede und faste die Tätigkeit unserer Vereinigung kurz zusammen. Am Ende bekamen Herr von Wrochem und Herr Detlef Garbe als Dankeschön für ihre Mühe bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung die Bücher "Pozdrav iz Slovenije (Grüß aus Slowenien)" und " "Entrechtung-Vertreibung-Mord".

Nach den Begrüßungsreden, hielten noch folgende Personen einen Vortrag:
- Dr. Klaus Thörner aus Oldenburg zum Thema "Die Besatzung und Germanisierung von Polen, Slowenien, und des Elsas". Im Vortrag wurde von den Handlungen der Besatzungsmacht gesprochen.
- Dr. Andreas Strippel aus Hamburg sprach in seinem Vortrag über die Problematik der Besatzungspolitik und die erzwungene Germanisierung in Slowenien, sowie über die Besiedlung, Vertreibung und die Sanktionen, die die Besatzungsmacht durchführte.

Zwischen und nach den Vorträgen gab es unter den Anwesenden am runden Tisch einige Diskussionen.

Am Nachmittag stießen die Schülerinnen des Emilien-Wüstenfeld Gymnasiums zu uns. Folgende Personen hielten einen Vortrag:
- Dr. Eckart Dietzfelbinger aus dem Dokumentationszentrum Nürnberg zum Thema "Zwangsarbeit der Slowenen in Deutschland".
- Fava Rosa stellte das Schicksal und die Bedingungen, untern denen die inhaftierten Slowenen im KZ Neuengamme lebten, vor.
- Norbert Ellermann aus Wewelsburga sprach zum Thema Besiedlungslager sowie Leutesdorf/Rhein und Wewelsburg.

Dr. Detlef Garbe kündigte als dritter Redner zum Thema "Der Kampf der slowenischen Opfer um Entschädigungen" folgende Personen an:
- Tone Kristan hat unsere Sicht der Dinge dargelegt und die Schwierigkeiten, die bei der Schätzung, der Anerkennung und Zahlung der materiellen und immateriellen Entschädigungen, für die von der Besatzungsmacht verursachten Schaden, auftreten, erläutert. Am Ende überreichte Herr Kristan Frau Rosa eine Auszeichnung bzw. Danksagung und das Buch "Prešeren`s Poesien" als Dankeschön für ihre Mühe bei den Vorbereitunge der Veranstaltung.
- Am Ende sprach noch Sven Jacobs aus Hamburg über die deutsche Entschädigungspolitik bezüglich "Jugoslawien" (für uns wichtig war Slowenien als ein Teil von Jugoslawien). Sein Vortrag hatte den Titel "Kredite und Entschädigungen" und das ganze würde mit Ausschnitten aus dem Film, der unter der Produktion von AK Distomo entstand, unterstützt.

Am zweiten Tag, den 20.11.2009, haben wir unser Programm am Emilie-Wüstenfeld Gymnasium fortgesetzt, wo uns eine Gruppe von Schülerinnen wirklich sehr warm empfangen hat und uns in den Saal brachte, wo das Programm dann von den Schülerinnen Lina Schumann und Sophia Albrecht fortgeführt wurde. Man zeigte uns noch die Räume, wo unsere Ausstellung aufgestellt war. Danach haben wir uns wieder im Saal versammelt und es folgte ein kurzes Kulturprogramm, bei dem die Schüler/rinnen des Gymnasiums mitwirkten.

Als das Programm zu Ende war, führten die Schülerinnen Charlotte Niewer, Valesko Lange und Sophio Spadoni ein Interview mit Franc Rovan und Tone Kristan.

Es wurden folgende Fragen gestellt:
1. Wie verarbeiten Sie Ihre Erinnerungen und Erfahrungen?
2. Was haben Sie (Herr Kristan) nach dem Krieg gemacht, als sie die Schule zwischenzeitlich deswegen verlassen mussten und was sind Ihre Eindrücke?
3. Wie konnte man wieder ein normales Leben führen?
4. Wie ist in Slowenien Ihr Status, als überlebender eines Krieges?
5. Wie werden Deutsche in den Augen der Slowenen gesehen?
6. Wie denken Sie über Deutschland, nach dem was Sie durchlebten?
7. Können Sie sich noch an alles genau erinnern?
8. Gibt es ein Tabuthema?
9. Wie war Ihr Leben im Lager?
10. Was ist Ihr stärkster Eindruck, den Sie mit uns teilen möchten?
11. Wie leben Sie heute?
12. Wie gehen Ihre Kinder mit Ihrer Vergangenheit um?
13. Bitte erklären Sie dem Publikum wofür ZŽO steht?
14. Was wollen Sie mit Veranstaltungen und Ausstellungen dieser Art erreichen?
15. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
16. Was verstehen Sie unter einer Entschädigung und wie müssten diese bezahlt werden?

Nach dem Interview haben wir uns für die Mühe der Schülerinnen bedankt, weil sie mit der Ausstellung die Geschichte auch unter ihre Mitschüler/innen und unter andere Menschen, die die Ausstellungen und die Beiträge sehen werden, tragen. Die Ausstellung und einige Veranstaltungen dauerten bis zum 15.12.2009. Bei dieser Gelegenheit haben wir als Dankeschön das Buch "Pozdrav iz Slovenije (Grüß aus Slowenien)" Frau Stephanie Voigtsberger, die am Gymnasium lehrt, überreicht. ".

Verfasst von: Franc Rovan